Wolke

Besuch bei den Waldrappen

Am Freitag, den 09.7.2010, trotzten wir der Mittagshitze und machten uns auf den Weg zu den Waldrappen. Zunächst mussten wir ein kleines Stück in Richtung Campingplatz gehen. Als wir unseren Treffpunkt erreicht hatten, trafen wir dort unseren Projektleiter Herrn Schroll an. Er begrüßte uns und erklärte uns kurz den heutigen Ablauf der Führung. Anschließend informierte er sich bei den Kindern, ob sie etwas über Waldrappe wüssten. Manche Kinder hatten schon vor Jahren eine Führung mitgemacht und konnten ihr Wissen widergeben.

Nun ging es richtig los, wir marschierten noch ein Stück und beobachteten auf dem Weg zu den Waldrappen verschiedenste Vögel und Insekten. Herr Schroll machte uns auf zwei unterschiedliche Vogelstimmen aufmerksam und ordnete sie einem Buchfink und einem Grünfink zu, dies war sehr interessant.

Als wir an der großen Waldrappenvoliere angekommen waren, war es richtig heiß. So beschlossen wir gemeinsam, zunächst die Waldrappe in Kleingruppen zu beobachten um anschließend im Schatten darüber zu sprechen. Jede Kleingruppe bekam zwei Arbeitsblätter, die sie nun bearbeiten konnten.

Folgende Fragen bzw. Aufgaben wurden an die Kinder gestellt:

-         Stellt oder setzt euch mal in Ruhe hin und beobachtet die Waldrappe in der Voliere! Was machen die Tiere gerade?

(fliegen, sich in der Sonne baden, streiten, fressen, mit den Ziehmüttern spielen und kuscheln)

-         Wie viele Waldrappe leben hier? Zähle Sie!

(es sind 16 Waldrappe)

-         Was, glaubt ihr, fressen Waldrappe am liebsten?

(Insekten, Grashüpfer, Würmer, kleine Mäuse)

-         Warum hat der Waldrappe so einen langen Schnabel? Denk mal scharf nach?

(damit er die Beute besser jagen kann; er zieht die Insekten, Würmer mit dem Schnabel aus der Erde heraus)

Nach dem Besprechen der Aufgaben und Fragen erklärte uns Herr Schroll, weshalb sie mit dem Projekt „Der Waldrappe“ in Burghausen seien. Er berichtete, früher lebten sie auch in Burghausen und nisteten in den Steilhängen der Salzach und in den Gemäuern der Burg. Ihr Ziel sei es, den Jungvögeln den Weg zum Winterrevier zu zeigen, damit sie in den darauffolgenden Sommer wieder zurückkämen. Natürlich offe3n auch wir, dass diese interessanten Vögel auch wieder in Burghausen anzufinden sind.

So verging die Zeit im Nu und wir kamen schnell zum Ende unserer Führung, wir bedankten und bei Herrn Schroll für die vielen interessanten Informationen und gingen mit schnellen Schritten der Kita entgegen.

Waldrappe sind Ibisvögel mit nacktem, rot-schwarzem Kopf, mit Federschopf und metallisch schillerndem Gefider

Heute zählen Waldrappe zu den bedrohtesten Vogelarten der Erde. Es nur mehr eine wilde Kolonie in

Marokko sowie einige Vögel in Syrien. Um sie wieder einheimisch zu machen, fliegen menchliche Zieheltern den Jungvögeln in Ultraleichtfluggeräten, sogenannten Trikes, voraus und weisen ihnen den Weg.

Die jungen Waldrappe leben zusammen mit ihren Ziehmüttern in der Voliere.

Jeder der 16 Waldrappe hat auch einen Namen. Es war sehr erstaunlich, die Ziehmutter konnte jeden bei seinem Namen nennen, wobei sie für uns alle gleich aussahen.

Auf dem Stuhl sitzt „Thea“ und auf der Stange sieht man „Domino“

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